Künstler fotografieren? Keine Kunst.

Konzertfotografie wird gern als Königsdisziplin der Pressefotografie bezeichnet. Das ist natürlich Quatsch. Aber immer wieder versuchen Fotografen, die es entweder selbst nicht auf die Reihe bringen oder sich als etwas Besonderes, einen Ausnahmefotografen, hinstellen wollen, diesem Genre der Fotografie diesen Nimbus anzuhängen. Jeder einigermaßen begabte Pressefotograf kann auch ein Konzert fotografieren. Andererseits gibt es bei Konzerten einige Unwägbarkeiten, auf die man sich allerdings vorbereiten kann. Und auch sollte.

It's phony

Zum Thema fotografieren mit dem Mobiltelefon findet man im Internet gefühlte eine Million Webseiten und noch mal soviel Beiträge. Die einen raten ab, die anderen geben dir die zehn, zwanzig, fünfzig, hundert ultimativen Tipps für superdooperkalifragiexpialigetisch beste Fotos mit dem Smartphone, die übrigen  wollen mit nichts anderem mehr fotografieren. Wobei, fotografiert heute überhaupt noch einer? Die meisten "schießen" doch bloß noch Fotos. Und so sehen sie dann auch aus.

Ich mag's ledrig

It's Rock n Roll. Für dieses mal. Aber ich hab sie auch von cam-in. Und von artesan & artist. Gemeint sind Kameragurte, die Dinger, an denen man sich den Fotoapparat um den Hals hängt. Oder über die Schulter.

Klar, mit dem Kauf des Gehäuses erhält man so ein Ding. Es gab Zeiten, da legte Nikon seinen teuren Kameras sogar zwei bei: einen breiten in gelb mit ebenso breitem wie aufälligem  Aufdruck "Nikon". Damit ist man dann umsonst (also ohne Bezahlung) Reklame gelaufen für den Hersteller. Und bei Fototerminen bildeten sich relativ schnell zwei Lager. Die Nikorianer auf der einen, die Canonisten auf der anderen Seite.

Ich gestehe: Ich gehe fremd

Ich gestehe: Nach fünf Jahren Fremdgehens habe ich mich mal wieder für das Alte entschieden. Das hat jetzt nichts mit Reue zu tun, sondern viel mehr mit "mal wieder in die heimischen Töpfe schauen". 

Konkret bedeutete es, ich bin fotografisch wieder zu Nikon zurückgekehrt. Was nicht bedeutet, dass meine Fujis jetzt verstauben. Eher im Gegenteil. Beide sollen gleichberechtigt nebeneinander eingesetzt werden.

Aber ich glaube, ich fang mal von vorne an.

Vom Zelt zur Fototasche

Dies mal geht's um Fototaschen. Ich will keine empfehlen und kann von keiner abraten, denn seit ich professionell fotografiere verwende ich immer nur Taschen eines Herstellers. Und davon habe ich inzwischen reichlich zuhause. Weswegen mir aber die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.

Zu Beginn meiner fotografischen Laufbahn hatte ich einen Aluminiumkoffer. Sehr stabil, aber auch sehr eckig und kantig. Ich hab' mir also permanent irgendwo immer wieder Scharten damit reingeschlagen.

Original gegen Alternative

Erst mal ein wenig Jammern und der Vergangenheit nachtrauern: Noch vor 30 Jahren war die Fotografie nicht elektrifiziert. Auch ohne Batterien war es noch möglich, Bilder zu machen, den Film zu belichten, die manuelle Rückspulkurbel dreht den belichteten Film zurück in die Dose. Und lang, ehe die Fotoapparate mit internen Belichtungsmessern die Menge des durch die Linse einfallenden Lichts maßen (TTL= through the lens), gab es Handbelichtungsmesser. Und man höre und staune, auch die funktionierten ohne zusätzliche Energiequelle in Form einer Batterie.